Seit Juli sind im Sensebezirk fünf Holzbeigen abgebrannt, das letzte Mal am Freitag.

Anthony Monney, Mitarbeiter des Mediendienstes der Kantonspolizei Freiburg, bestätigt diese Informationen auf Anfrage der FN. Jeweils ein Brandfall habe sich in Rechthalten und in St. Ursen zugetragen, die letzten drei Brände seien in den Wäldern von Plasselb lokalisiert worden.

«Die Polizei geht davon aus, dass die Brände durch eine oder mehrere Personen verursacht wurden. Die Gründe sind jedoch noch unklar», so Monney. Nun sei eine Untersuchung eingeleitet worden. Bei den Bränden in Rechthalten und St. Ursen habe die Polizei keine Indizien gefunden, die auf einen Zusammenhang der beiden Vorfälle hinweisen würden. Für Plasselb gehe die Polizei jedoch von der gleichen Täterschaft aus, besonders da sich die letzten beiden Brände innerhalb eines Monats ereignet hätten.

Brand bei der Waldspielgruppe

Im Oberschrotwald, bei der Muelersgrotte und beim Ärgeradamm hätten Holzbeigen gebrannt, bestätigt auch Anton Rüffieux, Vize-Ammann der Gemeinde Plasselb. Zuletzt habe am vergangenen Freitag beim Ärgeradamm eine Holzbeige mit Unterstand neben dem Standort der Waldspielgruppe Ärgeraschnägge gebrannt. «Es waren keine Kinder oder Erwachsenen vor Ort. Es gab deshalb keine Verletzten », so Rüffieux. Die Frage, ob derartige Brandfälle in der Vergangenheit in Plasselb schon vorgekommen seien, verneint der Vize-Ammann.

Immer um 16 Uhr

Roger Bapst von der Feuerwehr Sense Süd war Einsatzleiter beim Ärgera-Brand. «Am Inventar der Waldspielgruppe gab es zum Glück keine grossen Schäden», so Bapst. Bei den letzten beiden Brandfällen sei die Uhrzeit auffällig: «Die Holzbeigen wurden jeweils um 16 Uhr angezündet.» «Der komplette Holzvorrat wurde dabei verbrannt», sagt Pascal Süess, Präsident der Waldspielgruppe Ärgeraschnägge. Die Gruppe habe aber noch an einem anderen Standort Holz gelagert, das sie für die Treffen benützen könne. «Dennoch ist der Vorfall bedauerlich.» Waldspielgruppe macht weiter Finanziell habe die Waldspielgruppe keinen Schaden genommen, da zum einen der Holzvorrat von Gönnern gespendet wurde und zum anderen keine weiteren Infrastrukturen zu Schaden gekommen seien. Das Programm werde trotz dem Brand wie gewohnt weitergeführt, so Süess.

Quelle : FREIBURGER NACHRICHTEN 20.09.2017 / Jocelyne Page